China unzensiert

Das Thema China und Zensur wird außerhalb Chinas immer wieder öffentlich und innerhalb Chinas fast nur im Zusammenhang mit der „Großen Chinesischen Firewall“ diskutiert.

Was viele Menschen nicht wissen – nicht nur in China wird das Internet zensiert.
Der ein oder andere wird vielleicht von anderen (arabischen?) totalitären Staaten gehört haben, die Angst vor der Freiheit des Internets haben.
Aber auch in den USA, Europa -> hier sogar in Deutschland wird zensiert und niemand muckiert sich darüber!

Hier werde ich demnächst ein wenig darstellen was mir persönlich in China an der Internetzensur stört (und das obwohl ich im Internet generell 100%-Pro China unterwegs bin) und werde ein wenig versuchen zu beleuchten (oder zu interpretieren), warum denn in China (und in anderen Staaten der Welt inklusive Deutschland) überhaupt zensiert wird.

(zweiter) Besuch der großen Mauer

Letzten Juni bei meinem ersten Besuch in China war ich das erste Mal an/auf der Chinesischen Mauer. Damals an einem Teilabschnitt bei Peking, der sehr touristisch erschlossen war (Unmengen von Touri-Souvenierständen). Damals mit einer „Reisegruppe“ auf einer chinesischen „Kaffeefahrt“. Wir fuhren von einem halbstündigen Mauerbesuch zu einem Museum in dem Szenen aus der chinesischen Geschichte nachgestellt waren, um dann zu Mittag zu essen und im Anschluss in einer Schmuck-Verkaufsveranstaltung zu landen, in der ein Verkäufer den anderen ablöste, weil sich das Publikum als zu resistent erwies ;-). Weiterlesen

Zur Untermiete bei Toten in China

Da sind meine Frau und ich Ende Januar in unsere neue Mietwohnung in Chaoyang (Peking) eingezogen und sind doch tatsächlich nicht alleine in der Wohnung. Doch ganz ehrlich – zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir usere Wohnung mit Toten Menschen teilten.

Doch wie haben wir das erfahren?

  • Unruhiger Schlaf
  • Schlechte Träume
  • Schatten in der Nacht
  • Elektrische Geräte, die von alleine an und ausgehen
  • Dinge verschwinden …
  • … und tauchen an anderer Stelle wieder auf
  • ein alter Mann sitzt auf einmal neben mir auf dem Sofa
  • eine alte Frau starrt mir ins Gesicht als ich aufwache

All das war es nicht – tatsächlich haben wir uns bis zu dem Tag X richtig wohlgefühlt in der Wohnung.

Tag X war der an dem wir beschlossen den „Hänge“-Einbauschrank im Flur zu nutzen und in aus diesem Grund sauber machen wollten. Der Schrank ist zweigeteilt und die linke Hälfte beherbergte noch ein paar alte aber leere Plastiktüten.
Der rechte Schrank hatte es dafür in sich … er beherbergte einen kleinen Kasten, den ich herausnahm und öffnete.
Doch in dem Moment als ich den Kasten öffnete gab Jia einen Schrei von sich und ich dachte bereits eine Spinne, Maus, oder irgendetwas anderes wäre ihr in den Blick gesprungen. Doch das war es nicht.

Stattdessen hat sie einfach den Inhalt erkannt (ich natürlich nicht). Es handelte sich um eine kleine Ahnentafel, die Leute sich zum Andenken an ihre Verwanden anfertigen lassen. Für meine Frau das klare Zeichen, dass diese Wohnung derzeit nicht uns alleine gehört, sondern eben auch diesen Verstorbenen. Ich wollte diesen Kasten einfach entsorgen (immerhin scheint ihn ja niemand zu vermissen), doch ich „durfte“ diesen Kasten auf keinen Fall aus dem Schrank entfernen.

Ein Anruf bei der Wohnungsverwaltung ergab, dass am nächsten Tag eine Reinigungskraft kommen sollte, die die Ahnentafel mitnimmt. Nachdem das geklärt schien rief die Wohnungsgesellschaft noch einmal bei uns an sagte, der Vermieter/Inhaber der Wohnung wolle Mitte der Woche selbst kommen und sich der Ahnentafel annehmen mit der Betonung, dass er nicht wüsste zu wem sie gehört und wie sich dahin käme (… mal ehrlich – warum sollte er dann selbst kommen, wenn die Ahnentafel nicht zu seiner Familie gehört … aber wie auch immer).

Achja … könnt Ihr Euch denken was die kommenden Nächte passierte?
Die menschliche Fantasie ist schon so eine verzwickte Sache … die ganzen Wochen zuvor in der „Wohnung der Toten“ war alles in bester Ordnung, auch die erste Nacht nach der Entdeckung war noch OK. Allerdings die folgenden Nächte wurde das Gefühl beim mitternächtlichen Toilettengang immer stärker, dass man beobachtet wurde.

Das bedeutet im Klartext, dass man sich immer genauer umsah und wenn es einen „verdächtigen“ Schatten gab, um dann festzustellen, dass dieser Schatten genau dahin gehörte wo er war. Er war die Wochen zuvor dort und auch jetzt, nachdem der „Spuk“ vorbei ist.

Auch wenn nichts passiert ist waren die wenigen Tage in denen wir bewusst(!) nicht alleine in der Wohnung waren doch ein wenig aufregender als die Wochen zuvor oder danach.

Ein typischer Wochentag in China in Videos

Heute mal ein paar Einblicke in meinen normalen Wochenalltag (vor und nach der Arbeit) … in drei Videos.

Morgens beim Warten auf den Bus muss man sich schonmal mit anderen Menscen in die Sardinenbüchse quetschen, um weiterzukommen 😉

Wenn man dann nach dem Bus das Glück hat eine nicht ganz so volle U-Bahn zu erwischen (oder abends nach Hause fährt und nicht genau in der Rushhour fährt) kann man schonmal Musiker bewundern, die hoffen entdeckt zu werden

Und wenn es dann abends vom Büro zur U-Bahn geht, sind die morgens leeren Gassen nun überfüllt von Fressbuden mit leckerem chinesischem Essen *yummmy*

Ich hoffe der kleine Einblick gefällt Euch … in Kürze gibt’s mehr davon 😉

Google Doodle – Tag des Baumes in China (Google.com.hk)

arbor day chinaEigentlich habe ich fast erwartet, dass Martin Missfeld im TagSEOBlog bereits darüber geschrieben hat, als ich heute morgen das Google-Doodle zum „Arbor Day“ (Tag des Baumes) auf Google.com.hk sah. Ein kurzer Blick und – Fehlanzeige. Das Doodle ist doch tatsächlich nur auf Google-Hongkong zu sehen. Kein Wunder also, dass Martin das nicht im Blick hatte. Na, dann will ich den Job mal übernehmen und auf meinem „Auswandern nach China“-Blog ist dieser Beitrag glaube ich am Besten aufgehoben, da es immerhin allein auf Google.com.hk gezeigt wird. Weiterlesen

Arbeitsgenehmigung erteilt – Yeehaa

Endlich ist die Arbeitsgenehmigung erteilt – das hat die Agentur prima geregelt und ab dem Zeitpunkt da die Agentur die ganze Sache in die Hand genommen hat hatte ich auch weniger Sorgen, dass alles gut geht 😉

Ein Anruf der Agentur bestätigte, dass ich die Arbeitsgenehmigung habe und am nächsten Tag mein Arbeitsvisum (Z-Visum – also die erste Stufe, mit der ich ursprünglich nach China einreisen wollte) beantragen könnte. Auch hier unterstützt die Agentur, gab uns Adresse und Wegbeschreibung (mit Ubahn-Nummer und Station) durch und die Dame, die ich bereits kannte wartete vor Ort, um mich mit ihrem Kollegen zum Schalter zu führen. Dort wurden von ihm alle Papiere, mein Reisepass, das Zeugnis, …. an den Beamten übergeben, der zwei Papiere zur Unterschrift durch mich zurückgab und das war es dann.

In sieben Tagen sollen wir das erste Arbeitsvisum bekommen und in das endgültige umwandeln können. Toi toi toi.

(Auch die Adresse dieses Visumsvergabe-Orts liefere ich nach für die Leute, die hier Hilfe und Rat suchen und selbst diesen Ort in Peking aufsuchen müssen/möchten. Im Gebäude selbst ist alles zweisprachig chinesisch/englisch ausgeschildert).

Update:
Das erste Arbeitsvisum (gültig einen Monat) ist erteilt. Nennt sich Z-Visum.
Das endgültige Arbeitsvisum (gültig für ein Jahr) ist beantragt … soll ich dann kommenden Freitag bekommen.
Dann ist alles offiziell …. Yeeeha!

Gesundheitszeignis .. Vordruck von der Botschaft nutzen? Nope, das reicht nicht!

Hatte ich erwähnt, dass meine zukünftige Firma und ich eine Agentur hier in China eingeschaltet haben, die uns bei der Arbeitsgenehmigung samt Visum helfen sollen? Das ist wahrscheinlich die cleverste Lösung, wenn weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber Erfahrung darin haben diese Formalitäten zu erledigen.

Diese Agentur brauchte neben meinen Zeugniskopien und den übersetzten Arbeitszeugnissen, Kopie des aktuellen Besuchervisums auch das Gesundheitszeugnis, von dem ich ja bereits wusste und welches ich mir auch theoretisch in Deutschland von meinem Hausarzt hätte ausstellen lassen können (einfach den Vordruck mitnehmen, den man bei der chinesischen Botschaft online downloaden kann). Dies habe ich (dank der anderen fehlenden Unterlagen) in Deutschland dann nicht gemacht und gleich in den ersten drei Tagen in einem örtlichen Krankenhaus um die Ecke, die dazu berechtig sind Gesundheitsuntersuchungen zu durchzuführen – es stand draußen vor dem Eingang UND wir haben extra am Schalter nachgefragt – nachgeholt. Zuerst hatten sie sich geweigert meinen Vordruck auszufüllen, weil sie eigene Papiere haben. Am Ende haben sie einfach ihre eigenen Vordrucke UND meinen ausgefüllt, unterschrieben und abgestempelt – natürlich alles mit Passfoto.

Nunja – ich hatte also alles und wollte es dann beim ersten Treffen mit der Agentur zusammen den beglaubigten Übersetzungen und den anderen Unterlagen an die Dame von der Agentur übergeben, die dann sagte dieses Gesundheitszeugnis würde nicht ausreichen. Zur Sicherheit hat sie eine Kopie gemacht und diese mit in die Agentur zur Prüfung genommen, ob es nicht vielleicht doch ausreichend ist. Kurzer Anruf von Ihr zwei Tage später bestätigte, dass ich noch einmal in ein extra für die Untersuchung von „Ausländern“, die eine Aufenthaltsgenehmigung für China beantragen möchten, zertifiziertes Krankenhaus musste – sehr weit in Pekings Norden – so weit, dass man nicht mehr nur Hochhäuser sah, sondern tatsächlich die Berge, die die Stadt umgeben.

Tatsächlich war es in diesem Krankenhaus dann auch viel angenehmer – keine langen Wartezeiten vor den einzelnen Untersuchungszimmern (jeder Arzt hat da seinem Spezialgebiet entsprechend nur einen Aspekt meines Körpers untersucht), die Ärzte verstanden alle Englisch – wenn sie es auch nicht sprechen konnten (oder wollten) – und nach einer halben Stunde war ich fertig (statt 2 Stunden in dem öffentlichen Krankenhaus). Es wurde sogar weniger untersucht – die Ganzkörperröntgenaufnahme (sah eher aus wie die Ganzkörperscanner am Flughafen – vielleicht war es auch so ähnlich) braucht man wohl nicht für die Aufenthaltsgenehmigung.

Das entsprechende Gesundheitszeugnis, welches ich mir 3 Tage später abholen konnte sah dann auch nicht aus mein Vordruck – war aber trotzdem alles drauf. Ich hielt eher etwas in der Hand, das tatsächlich wie ein offizielles Dokument aussah, mit Wasserzeichen, dezentem farbigen Rahmen, den man schlecht Fotokopieren kann (ähnlich dem Hintergrund auf unseren Personalausweisen) und natürlich wieder dem roten Siegel-Stempel. Diese Zeugnis reichte dann auch tatsächlich aus.

P.S.: Für die Leute, die sich hier in diesem Blog Tipps holen möchten – ich liefere die Adresse des Krankenhauses noch nach – muss ich nochmal nachsehen wo ich die habe. Achja … und ein Bild (Fotokopie) des Zeugnisses liefere ich auch nach – hab es leider versäumt ein Foto davon zu machen – jetzt ist alles bei den Behörden und ich bekomme es auch nicht zurück.

Private Überweisung von Deutschland nach China

bankkarte der bank of chinaNatürlich habe ich mir gleich in der ersten Woche meines dauerhaften Aufenthaltes in China ein Bankkonto eingerichtet. Diesen Vorgang selbst muss ich hier kaum beschreiben – der Bankangestellte führt einen da schon durch. Nur achtet darauf bei der richtigen Bank zu landen. Die Angebote von den Bankangestellten (und Filialen) bei denen ich mich zuerst erkundigte variierten von 180 Yuan bis 25 Yuan (für 25 Yuan habe ich dann mein Konto eröffnet – dabei wurden mir davon 10 Yuan auf dem neuen Konto gutgeschrieben). Doch Thema heute soll sein wie man von einem Deutschen Konto Geld nach China überwiesen bekommt. Weiterlesen

Warum Auswandern nach China?

Email mit ersten Infos über JiaJia aus ChinaDie Frau eines guten Freundes von mir versucht bereits seit Jahren mich mit Frauen zu verkuppeln, von denen sie glaubt, dass wir gut zueinander passen: Mal ist es eine Freundin von Ihr, die Cousine ihres Ehemannes, … jedesmal habe ich dankend abgelehnt ohne auch nur mehr Details zu hören. Weiterlesen